Lotelta

Stadt, Land, Fluss, Pflanze, Tier, Beruf


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Abenteuer Bahnfahren

Meine Zeit als Berufspendler auf der Bahnstrecke zwischen Augsburg und München liegt jetzt schon fast zwei Jahre zurück. Damals gab es häufig was zu meckern, was manchmal auch in diesem Blog Erwähnung fand, z.B. hier. Dem Vernehmen nach hat sich daran nichts Wesentliches geändert …

Neuerdings fahre ich wieder häufiger mit dem Zug nach München und  lerne die Sache aus der Sicht des Gelegenheitsbahnfahrers kennen.

Einerseits fahre ich jetzt meist antizyklisch, z.B. spät nachmittags von Augsburg nach München und erst in der Nacht zurück. Oder am Wochenende. Dabei stellt man fest, dass der Fuggerexpress auch pünktlich sein kann, die Züge nicht überfüllt und die Fahrt ein Dahinsurren durch hübsche Landschaft.

Andererseits lernt man auch die Schwierigkeiten kennen, die einem als Gelegenheitsfahrer begegnen. Es beginnt mit dem Fahrkartenkauf: Ich steige nicht am Hauptbahnhof ein sondern an einer kleinen Haltestelle unterwegs, wo man die Fahrkarte am Automaten kaufen muss. Zu bestimmten Tageszeiten scheint die Sonne voll auf das Display,was die Bedienung nicht unerheblich erschwert, so dass man eine Weile herumdaddelt. Da kann es einem dann passieren, dass ein junger Mensch mitleidig lächelnd Hilfe anbietet und man sollte dankbar und nicht beleidigt sein 😉 Nach etlichen Fahrkartenkäufen meistert man relativ elegant den Weg durch die etwa 20 Klicks, die notwendig sind, um eine Rückfahrkarte nach München für den Nahverkehr zu erwerben. (Warum zur Hölle muss man für Hin- und Rückfahrt jeweils eine Verbindung auswählen, wenn man mit jedem beliebigen Nahverkehrszug fahren darf? Und noch gar nicht weiß, wann man zurückfahren will?) Hat man endlich auf „Bezahlen“ geklickt, dann passiert es nicht selten, dass der Automat kein Bargeld nimmt – also immer EC-Karte dabei haben. Andererseits kann er manchmal keine Karte lesen – also immer ausreichend Bargeld dabei haben.

Wenn man diese Lernkurve hinter sich hat, passiert es einem zum ersten Mal, dass alles inclusive Bezahlung funktioniert, aber kein Ticket rauskommt. Irgendwann hatte man mal gehört, dass es in diesem Fall vielleicht hilft, eine Fahrplanauskunft auszudrucken. Wenn man Glück hat und der Automat nur Verstopfung hatte,  kommt vielleicht auch der Fahrschein mit heraus. Glück hatte ich natürlich nicht 😦 Der Blick fällt auf die Notfalltelefonnummer am Automaten. Schnell das Handy gezückt und angerufen. Die junge Frau am anderen Ende entschuldigt sich schon mal vorweg für alle Unannehmlichkeiten. Nach Schilderung des Problems verrär sie einem als erstes den Fahrplanauskunft-Trick, haha. Und sagt als nächstes: Sie kriegen ihr Geld zurück, aber kaufen sie zuerst ein neues Ticket am zweiten Automaten. Auf meinen leicht genervten Hinweis, dass ich hier schon 10 Minuten rumtue und dass jeden Moment der Zug kommt,  kriege ich die Erlaubnis, ohne Fahrschein einzusteigen, muss dort aber umgehend den Schaffner suchen – der Zug ist normalerweise dreiteilig ohne Durchgang und oft ist auch gar kein Schaffner da, die Hoffnung auf eine gemütliche Fahrt nach München ist endgültig verflogen. Nachdem alle Fragen der jungen Frau nach Name, Adresse, Geburtsgewicht etc. beantwortet sind, braucht sie noch die IBAN. Es heißt also mit Handy am Ohr die Brieftasche aus der Handtasche kramen und die EC-Card herausnesteln – es wird definitiv Zeit die IBAN auswendig zu lernen. Das Gespräch endet mit der beruhigenden Versicherung, dass das Geld innerhalb von 4 bis 6 Wochen(!) überwiesen wird und man sich doch bitte die Vorgangsnummer notieren soll – reise nie ohne Kugelschreiber!

Schließlich kommt der Zug, die Tür öffnet sich direkt vor mir und da steht der Schaffner, hurra! Meine inzwischen doch etwas gestresst klingende Erklärung glaubt er mir sofort und verkauft mir freundlich ein Normalpreisticket, Glück gehabt! Dass man im Zug nicht mit EC-Card zahlen kann und der größte Teil des Bargelds drauf geht, stört nicht weiter, in München gibts ja Geldautomaten.

Wenn kurz vor München-Pasing der Zuglautsprecher die Ansage „Treuchtlingen“ von sich gibt, ist man als ehemaliger Bahnpandler klar im Vorteil, weil man mit schnellem Seitenblick in Sekundenbruchteilen die Bahnhofseinfahrt von Pasing erkennt – und nicht etwa versehentlich in den Zug in Gegenrichtung  gestiegen ist. Dass vor der Einfahrt in den Müncher Hauptbahnhof „Passau“ angekündigt wird, lässt einen dann schon kalt 🙂

PS:

Seit diesem Erlebnis kaufe ich Fahrkarten über die Smartphone App „DB Navigator“. Das wollte ich eigentlich nicht, man muss schließlich nicht überall digitale Spuren hinterlassen. In diesem Fall ist es aber das kleinere Übel und schont eindeutig das Nervenkostüm. Auch wenn die Bahn sich wahrscheinlich ins Fäustchen lacht, weil sie nach der Abschaffung der kartenverkaufenden Mitarbeiter irgendwann auch die Fahrkartenautomaten abschaffen will.


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Seeumrundung

Der Mandichosee liegt ein Stück südlich von Augsburg. Bis 2003 hieß er Staustufe 23, die letzte große Staustufe am Lech vor der Einmündung in die Donau. Dieser Name wurde dann wohl als zu profan erachtet und der See wurde nach einem Bajuwarenführer namens Mandicho benannt, der im 6. Jahrhundert den unweit des Sees liegenden Ort Merching gegründet haben soll.

Am Mittwoch war schönes Wetter und beim Frühstück hatte ich den Geistesblitz, den Mandichosee zu umwandern.

Von Königsbrunn aus führt der Weg erst mal am Lochbach entlang.

Ein Stück weiter war der Weg gerade gesperrt wegen Bauarbeiten. Doch just an dieser Stelle biegt ein Trampelpfad ab, der direkt am Lech entlang führt. Links und rechts des Weges wunderschöne Auwald-Wildnis, da ist man doch immer platt, dass es sowas unmittelbar vor den Toren der Stadt noch gibt.

Nach gut 2 km erreicht man die nächste (bzw. vorhergehende) Staustufe mit der Nummer 22, wo man den Lech überqueren kann. Auf der anderen Seite geht es dann auf einem genauso schönen Pfad wieder Richtung Norden …

… bis man einen geeigneten Brotzeitplatz am Lechufer erreicht.

Zum Nachtisch fand sich in meiner Manteltasche noch ein Müsliriegel. Das kam so: vor ein paar Tagen hatte ich zu unpassender Zeit einen Hungeranfall. Und meine Freundin D. zauberte – wie in solchen Fällen eigentlich immer – aus ihrem Rucksack etwas Essbares. Weil ich den Müsliriegel nicht auf der Stelle verdrücken konnte, hab ich mich heute über den Nachtisch gefreut 🙂

Frisch gestärkt geht es weiter und bald öffnet sich der Blick auf den Mandichosee.

Der nette Biergarten mit Westblick über den See hat um diese Jahreszeit natürlich geschlossen.

Up(?)cycling für ausgemusterte Surfbretter 🙂

Auf dem Wehr angekommen gibt es heute sogar einen Blick zur Zugspitze …

… und zu den Reiherenten, die im See paddeln.

Auf dem Rückweg nach Königsbrunn muss man eine „Behelfsbrücke“ überqueren – fast wie Finnland. Geschafft, ohne nasse Füße zu kriegen 😉

Die Königsbrunner Heide sieht im Winter aus, als hätte man ihr einen Kurzhaarschnitt verpasst. Anfang Juli blühen hier die Sumpfgladiolen, laut Wikipedia das größte mitteleuropäische Vorkommen.

Nach 17 km Fußweg freut man sich auf eine Einkehr im „Schoko-Schlösschen“ an der Königsbrunner Hauptstraße …

… zu Kaffee und Mangosahnetorte. Mmmmmhhh!


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Winter ade?

Eines der wunderbaren Dinge am Nicht-mehr-arbeiten-müssen ist zweifellos die Möglichkeit, spontan alles stehen und liegen zu lassen und sich auf die Socken zu machen. Gestern früh stand in der Zeitung, dass ab 9 Uhr am Hochablass ein neues Walzenwehr eingebaut wird. Dorthin sind es von mir aus ungefähr 4 km, also nix wie in die Klamotten springen und los!

Auf dem Weg zum Hochablass kommt man am Zoo vorbei und dort zeigt sich endlich mal wieder der Bartkauz auch den Spaziergängern, die keine Eintrittskarte gekauft haben 🙂

Bartkauz (Strix nebulosa)

Gerade rechtzeitig am Hochablass angekommen: Hier wird die 20 m lange und 30 Tonnen schwere Walze mit zwei Autokränen vom Tieflader gehoben …

… und zum Wehr bugsiert, was eine Drehung um 90 Grad erfordert. Spannend!

Bis die Walze „eingefädelt“ ist, dauert es natürlich – und man kann mit den anderen anwesenden Rentnern und Rentnerinnen(!) über den Vorgang „fachsimpeln“ 😉

Der Heimweg führt vorbei an Schnee von gestern …

… und der Himmel zeigt erste blaue Flecken!

Heute war es – wie vorhergesagt – freundlich, sonnig und schon ein klitzekleines bisschen warm. Es also war schon vorher klar, dass man zu einem Spaziergang starten muss. Dabei die ersten Frühlingsboten gesichtet: Hasel, Winterlinge und Schneeglöckchen blühen schon fleißig.

Gemeine Hasel (Corylus avellana)

Winterling (Eranthis hyemalis)

Schneeglöckchen (Galanthus)

Schneemännern und -frauen gefällt das weniger!

Hier zum Vergleich ein Ende Januar 2017 aufgenommenes Foto. Der letzte Winter war hier im Süden ja ziemlich eisig und der Hochablass zog aus anderen Gründen als gestern viele Schaulustige an.


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Maulwürfe schlafen nicht

Nach einer laaaangen Phase mit (fast) durchgängigem Schmuddelwetter zwischen mausgrau und schmutziggrau, zwischen Regen, Schneeregen und Matsch war gestern der PERFEKTE Wintertag: Sonne, Sonne, Sonne, Schnee, Schnee, Schnee, nur wenig Wind und nicht ganz eisig kalt. Was gibt es da Tolleres, als kurz entschlossen an den Ammersee zu fahren und ein Stückchen auf dem Ammersee-Höhenweg zu wandern. Und das Glück ist perfekt, wenn auch mein Lebens-, Reise- und Wandergefährte mitkommen kann 🙂

Unsere Runde führte von Schondorf nach Utting. Fast den gleichen Weg bin ich schon mal alleine gegangen, ziemlich genau vor einem Vierteljahr. Das hat mich dazu inspiriert, hier die Herbstbilder und Winterbilder einander gegenüber zu stellen.

Wo im Herbst noch die Schafe auf dem Hang vor der Schondorfer Kirche herumlungerten …

… ist jetzt Hochbetrieb auf dem Rodelhang.

Wo auf den Feldern der letzte Raps und andere Hülsenfrüchtler blühten …

… gibt es jetzt Samenschoten an welken Stängeln.

So schön wie der Weg durch den Herbstwald …

… ist auch der Weg durch den Winterwald.

Die Wanderung führt vorbei an einer Keltenschanze …

… die im Herbst zum Aussicht genießen und Brotzeit machen einlädt.

Der Bergblick ist an diesem Wintertag noch viel schöner, dafür ist leider nix mit Brotzeit machen.

Die stattliche Eiche bei der Keltenschanze im Herbst …

… wirkt im Winter eher filigran.

Von hier ist es nicht mehr weit nach Utting und ans Seeufer. Da war ich Ende September sehr beeindruckt, dass es im Uttinger Strandbad noch Badegäste gab – es ist sogar einer vom berühmten hölzernen Sprungturm gesprungen.

Jetzt war dort immer noch was los, den Sitzplatz mit dem Rücken an der Holzwand des Badehauses und mit Blick nach Süden muss man sich merken! Im Wasser hab ich niemanden gesehen und der Sprungturm wurde nur als Aussichtsturm genutzt.

Weil wir eh keine Brotzeit dabei hatten, sind wir bei „Lenas“ direkt am Uttinger Dampfersteg eingekehrt und haben teuer aber wenigstens nicht schlecht gegessen.

Von hier sind es nur 5 Minuten bis zum Uttinger Bahnhof, von wo wir mit dem Bummelzug in einer dreiviertel Stunde nachhause geschaukelt sind. Ein wunderbarer Tag – see you again, Ammersee 🙂

PS:

Ach ja, was hat es mit dem Beitragstitel auf sich? Wie man bei der Deutschen Wildtierstiftung nachlesen kann, macht der Maulwurf keinen Winterschlaf. Genau!

 


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Das Gomphoterium von Gweng

Wer nicht weiß, was ein Gomphoterium ist, der ist hier richtig! Man könnte vielleicht meinen, es handle sich um den Helden eines Fantasy-Films. Und Gweng sei so etwas wie Mordor in Mittelerde. Bis gestern vormittag hatte ich auch noch keine Ahnung. Aber dann war ich in der schönen Paläontologischen Staatssammlung in München, einem versteckten Juwel in der Richard-Wagner-Straße, direkt hinter dem vom Besucheransturm überlaufenen Lenbachhaus.

Das Gomphoterium von Gweng ist ein 12 Millionen Jahre alter Ur-Elefant, der 1971 im Steilhang des Inns bei dem kleinen Dorf Gweng östlich von Mühldorf gefunden wurde. Das war wohl eine ziemliche Sensation damals: Zwar war das Gomphoterium in seiner Zeit ziemlich weit verbreitet und es wurden schon häufig Knochen gefunden. Aber bei Gweng wurde praktisch das komplette Tier gefunden. Kein Wunder, dass es 2013 zum Fossil des Jahres gewählt wurde.

Im Ergeschoss des Museums gibt es weitere Urtierskelette zu sehen, im oberen Teil des Lichthofs schwebt der Ur-Vogel Archaeopteryx.

In diesem tollen Treppenhaus …

… trifft man den Kugelzahnfisch (Gyrodus circularis).

Man gelangt in die oberen Stockwerke …

… mit vielen weiteren schönen und gut kommentierten Fossilien, wie z.B. diesem Ammoniten.

Im obersten Stockwerk dagegen wohnen keine Urtiere sondern Mitarbeiter der LMU. Das Gebäude der Staatssammlung ist zugleich das Institutsgebäude der Paläontologen.

Vor dem Verlassen des Museums nochmal ein Blick auf das Gomphoterium, hier in Begleitung des sog. Fränkischen Lindwurms (Plateosaurus). Von Freunden kann man bei den beiden eher nicht sprechen – der Plateosaurus ist 205 Millionen Jahre alt.

Es war ein sehr vergnüglicher und lehrreicher Vormittag. Das Museum musste ich mit nur zwei anderen Besuchern teilen. Jeweils zur vollen Stunde gab es etwas Umtrieb, wenn ein Pulk Studenten aus einem Hörsaal strebte um sich in andere Hörsääle zu verteilen. Ich war überrascht und erfreut, dass so viele junge Leute heutzutage noch Paläontologie studieren – wo man doch manchmal den Eindruck gewinnt, ALLE studieren BWL oder Kommunikationsdesign.

Einen Besuch beim Gomphoterium und seinen Freunden kann ich nur empfehlen – auch wenn seine Besuchszeiten etwas arg restriktiv sind, zumindest für die berufstätige Menschheit (Mo – Do 8 – 16 Uhr, Fr 8 – 14 Uhr, erster Sonntag im Monat 10 – 16 Uhr, Eintritt immer frei).

Ein Tag, an dem ich abends auf eine Menge Gelerntes zurückschauen kann, von dessen Existenz ich am Morgen noch keine Ahnung hatte, ist für mich eh schon ein guter Tag.

Wenn dann der Nachmittag auch noch dem Plätzchenbacken gemeinsam mit Münchens bester Plätzchenbäckerin gewidmet ist, dann ist das Glück perfekt 🙂


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Augsburger Stadtspaziergang

Inspiriert von Kraulquappe und ihren schönen Münchner Stadtspaziergängen versuche ich mich mal an einem Augsburger Stadtspaziergang.

Los geht es mit der Überquerung der Bahnlinie – hallo München!

Ein Stückchen weiter kommt man am alten Augsburger Bahnhof vorbei. Der wurde 1838 als Kopfbahnhof für die Linie Augsburg-München gebaut. Schon 1845 wurde dann der heutige Augsburger Bahnhof fertig. Der alte Bahnhof am Roten Tor wird passenderweise jetzt als Straßenbahndepot genutzt.

Jetzt geht es in diesem Beitrag los mit den Augsburger Stadtbächen. In den Wallanlagen am Roten Tor trifft man auf den Stadtgraben.

Bei schönerem Wetter ist der Lummerland-Spielplatz sehr beliebt.  Bestimmt auch wegen Jim Knopf von der Augsburger Puppenkiste, der hier den Turm von St. Ulrich und Afra wahrzeichenmäßig glatt in den Schatten stellt.

Gleich gegenüber liegt der Kräutergarten …

… der jetzt zwar geschlossen ist, wo man im Sommer aber Kräutlein pflücken darf.

Ein bisschen Herbstbunt ist noch übrig.

Bald kreuzt der Schwalllech den Stadtgraben …

… der sich wenig später in den Hinteren Lech und den Mittleren Lech verzweigt. Am Mittleren Lech gibt es gerade eine nette Deko mit Kronleuchtern.

Der Vordere Lech hingegen ist eine Fortsetzung des Lochbachs, der weit südlich der Stadt Augsburg vom Lech abgezweigt wird. Hier ist noch eine von den früher zahlreichen Gerbereien übrig.

Der Heimweg führt mich bei Niesel-Schnee-Regen durch die Spitalgasse …

… in der die Augsburger Puppenkiste zuhause ist.

Hier ein Blick in das Foyer des schönen alten Gebäudes, das früher mal ein Spital war.

PS: Die Augsburger Stadtbäche versorgten früher die Handwerksbetriebe im Lechviertel und die Textilindustrie im heute so genannten Textilviertel. Das Netz ist ziemlich undurchschaubar, es gibt Verzweigungen und Zusammenflüsse und Kreuzungen. Manchmal heißt auch ein und derselbe Bach alle paar Kilometer anders, oder er hieß früher anders als heute. In unterschiedlichen Publikationen werden oft verschiedene Bezeichnungen verwendet. Man kann sich einen Eindruck davon verschaffen, wenn man sich das Fließschema im Wikipedia-Artikel anschaut. Ich glaub nicht, dass man das wirklich kapieren kann, schon gar nicht ohne hinterlegten Stadtplan. Aber in der Realität ist es einfacher, seit an den meisten Brücken Schilder angebracht wurden, sodass man beim Spazieren erfährt, welches Wasser man gerade überquert. Learning by Walking sozusagen 🙂