Lotelta

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In der Taiga

2 Kommentare

Von der Taiga hatte ich bisher nur nebulöse Vorstellungen von unendlichen Wäldern im fernen Russland. Jetzt habe ich bei Wikipedia gelernt, dass ich schon ein paar mal in der Taiga war – und gerade dort bin: Finnland liegt praktisch komplett in der Vegetationszone der Taiga.

In dem kleinen Stückchen der großen finnischen Taige, in dem wir hier herum wandern, gibt es vor allem drei Vegetationstypen: kangas, korpi und suo. Mein wunderbares Finnisch-Wörterbuch von QuickDic erklärt diese Begriffe so: „Korpi ist ein nördlicher Nadelwald, der auf feuchten Moränenböden vorkommt, mit dichtem Fichtenbewuchs und einer dicken Moosschicht als Unterwuchs. Korpi ist oft eine Übergangszone zwischen dem trockeneren Kangas und verschiedenen Typen von Suo = Sumpf.“

Kangas, relativ trocken:

Korpi, schon nasser:

Suo, sehr nass:

Im oben abgebildeten Sumpfgebiet haben wir besonders viele von den schönen Bläulingen gesehen, die nur hier in Südwestfinnland vorkommen und streng geschützt sind.

Östlicher Quendel-Bläuling (Scolitantides vicrama)

„Das Erscheinungsbild eines borealen Nadelwaldes ist grundverschieden von dem der gepflanzten Nadelwaldforsten der gemäßigten Zone. Während Forstbäume viele Jahre lang sehr dicht stehen, sind die Taigawälder – bis auf einige verstreute, dicht stehende Baumgruppen – weitaus lichter.“

„Ein weiterer augenscheinlicher Kontrast zum Forst ist der Unterwuchs eines natürlich gewachsenen borealen Nadelwaldes: Statt einer weitgehend offenen Nadelstreudecke ist der Boden flächendeckend mit Zwergsträuchern (vor allem Heidelbeeren) und Moosen bewachsen, die sich oft dicht am Boden liegend ausbreiten.“

Heidelbeere (Vaccinium myrtillus)

Ganz falsch war meine bisherige Vorstellung von der Taiga allerdings nicht: „Taiga ist ein Lehnwort  aus dem Russischen (тайга) und bedeutet „dichter, undurchdringlicher, oft sumpfiger Wald“.

Der wunderbare Zauberwald reicht oft bis direkt ans Wasser …

… beeindruckende Felsen liegen herum …

… und der Wald bietet Lebensraum für die verschiedensten Bewohner.

PS: Die obigen Zitate stammen aus dem erwähnten Wikipedia-Artikel.

2 Kommentare zu “In der Taiga

  1. Die herumliegenden Felsbrocken sind wohl „Findlinge“? Außerdem hatte ich überhaupt keine Vorstellung von der Taiga. Jedenfalls ist sie eher Naß als trocken. Sehr beeindruckend!

    • Rund um unser Feriendomizil ist die Taiga tatsächlich eher nass. Insbesondere, nachdem es gestern viel und ausdauernd geregnet hat 🙂 Es gibt aber auch höher gelegene trockene Teile. Die Taiga ist eben sehr abwechslungsreich!

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