Lotelta

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Sommerfrische am Niedersonthofener See

3 Kommentare

Längst war es an der Zeit, mit der Freundin, die seit Jahren im Oberallgäu wohnt, mal wieder eine Genusswanderung zu machen! Dann hat der Blogger, dessen Alltägliches und Ausgedachtes ich gerne lese, davon berichtet, dass er demnächst für einige Tage an den Niedersonthofener See fährt, wo er als Kind Urlaube mit der Familie verbracht hat. Dort war ich auch noch nie und das Ausflugsziel war geboren. 🙂

Die Zugfahrt von Augsburg nach Martinszell im Oberallgäu dauert eineinhalb Stunden. Dort schieben die Kürbisse ihre schwülstigen und gut besuchten Blüten durch den Jägerzaun.

Nach wenigen Minuten lässt man die Häuser der Dorfes hinter sich und begegnet glücklichen Kühen – allerdings ohne Kuhdungduft. 😉 Streng genommen sind es auch keine Kühe, sondern Jungrinder. (Milch-)kühe auf Weiden gibt es ja praktisch nicht mehr.

Durch ein Wäldchen führt der Pfad hinunter zum See.

Man spaziert in südwestlicher Richtung am Ufer entlang, vorbei an hübschen Ausblicken …

… und am hierzulande seltenen und hochgiftigen Gelben Eisenhut.

Gelber Eisenhut (Aconitum lycoctonum)

Dann stößt man auf den Falltobelweg, durch eine enge Schlucht geht man auf schmalem und manchmal bissl rutschigen Pfad bis zum namensgebenden Wasserfall. Toller schattiger Weg an einem heißen Julitag!

Oben angekommen verlässt man den Wald und hält auf den Stoffelberg zu. Eine hübsche Runde, doch der Ausblick vom Gipfel ist nicht berückend, deshalb gleich wieder bergab durch die Hügel, hinter denen der Niedersonthofener See sichtbar wird.

Auf der Terrasse des Berghofs „Alpenblick“ gibts Kaffee und Schwarzwälder Kirschtorte. 🙂

Auch hier finde ich es toll, wenn eine Panoramatafel hilft, die Berggipfel auswendig zu lernen.

Am See angelangt ein Schwumm im 24 Grad warmen Wasser.

Der Hinweg wird zum Rückweg, unterwegs schöne Felsen aus Nagelfluhgestein, Relikte aus der letzten Eiszeit.

Und noch etwas Tolles ist mir begegnet!. Ich gucke ja gerne Naturdokus im Fernsehen, vor allem auch über heimische Gegenden. Da wundert man sich ja immer, was dort so alles kreucht und fleucht und wächst, was man trotz fleissigen Wanderns nie sieht! Diesmal war es der sog. Kugelschneller, ein Pilz, der zwecks Fortpflanzung Sporenkugeln mehrere Meter weit schießt – im Film sah es aus wie ein Feuerwerk. Da hab ich mich schon gefragt, warum mir der Kugelschneller noch nie begegnet ist. Aufklärung lieferte diese Pilzbestimmungsseite – die Biester sind einfach winzig klein und leben auf morschen Holzresten, Sägemehlhaufen und Misthaufen. Da hab ich mich aufmerksam umgesehen, als ich mal kurz ins Unterholz musste – und siehe da – die kleinen Dinger könnten es gewesen sein.

Fazit:

Eine schöne Gegend, auf die der altmodische Begriff Sommerfrische gut passt. Man kann wandern, baden, relaxen, einkehren – alles, ohne allzu große Anstrengung. Die Freundin, mit der ich unterwegs war, hat berichtet, dass im ersten Coronajahr 2020 hier alle Parkplätze und Wege überfüllt waren. Das war jetzt nicht so, obwohl wir zur Hauptferienzeit Ende Juli unterwegs waren – im dritten Coronajahr muss die Menschheit wohl mal wieder nach Italien oder noch weiter weg.

Die Runde, die wir gegangen sind, ist übrigens als Wanderung Nr. 18 „Falltobel und Stoffelberg“ im „Rother Wanderführer Oberallgäu und Kleinwalsertal“ beschrieben.

3 Kommentare zu “Sommerfrische am Niedersonthofener See

  1. Herzlichen Dank für die Erwähnung meiner Zeilen und die Vorfreude, die Ihr Bericht bei mir erzeugt!

  2. Pingback: Woche 33/2022: Knieleid und Konferenzgeschwätz – Alltägliches + Ausgedachtes

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