Lotelta

Stadt, Land, Fluss, Pflanze, Tier, Beruf


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Saisonende

Im Münchner Ungererbad war ich noch nie. Obwohl ich von Ende der 70er bis Mitte der 90er Jahre in München gewohnt habe. Zuerst in Gern, da war das Schwimmbad der Wahl natürlich das Dantebad. Später dann in drei verschiedenen Wohnungen in südlichen Stadtteilen. Da ging man ins Maria Einsiedel oder ins Schyrenbad. Oder irgendwo an der Isar zum Nacktbaden. Gehört hab ich aber schon viel vom Ungererbad – es war die erste Wahl für die Jugend in Schwabing.

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In der Prärie

Lang hab ich in München gewohnt und danach noch über 20 Jahre in München gearbeitet, aber hier war ich noch nie: auf der Panzerwiese im Münchner Norden. Bis zum Ende der 80er-Jahre war das ein Militärübungsplatz, der Zutritt war eigentlich verboten. Im Wikipedia-Artikel zur Panzerwiese kann man nachlesen, dass sie trotzdem schon ab Mitte der 70er-Jahre bei Spaziergängern beliebt war. Aber die meisten Münchner zieht es für Ausflüge halt eher in Richtung Süden … Weiterlesen


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Über den Wolken

Am letzten Sonntag haben wir einen netten Ausflug gemacht – ausnahmsweise nicht zur Natur sondern zur Technik 🙂 Im Münchner Norden liegt die Flugwerft Schleißheim, eine Außenstelle des Deutschen Museums.

Der Flugplatz Schleißheim wurde 1912 gegründet und gehört zu den ältesten Flugplätzen Deutschlands. „Wegen der Nähe zum Schloss Schleißheim wurden alle Flugplatzbauten im „Reduzierten Heimatstil“ ausgeführt. “ sagt Wikipedia.

In der alten Werfthalle und einigen weiteren Gebäuden kann man jede Menge Flugzeuge angucken und aus den Infotafeln einiges über Flugtechnik lernen. Und das alles – sicher auch deshalb, weil das Museum etwas ab vom Schuss liegt – in aller Ruhe und ohne Massenauflauf.

Besonders interessant fand ich die Abteilung über die „Frühgeschichte“ der Fliegerei. Da darf natürlich Otto Lilienthal nicht fehlen. Fünf Jahre lang hat Lilienthal mit seinen selbst gebauten Segelapparaten Flugversuche unternommen, bis er 1896 bei einem solchen Versuch abgestürzt und umgekommen ist.

Wunderschön ist auch dieser Flügel eines Motorflugzeuges, das zwei andere Pioniere 1910 entwickelt haben.

Eines meiner Lieblingsexponate ist diese Vitrine mit den Modellflugzeugen für den „Saalflug – das lautlose Schweben“. Das kleinste und leichteste Modell wiegt 0,5 g, zugelassenes Höchstgewicht in dieser Sportart sind 20 g. Die Modelle sind teilweise  so filigran und fast durchsichtig, dass sie an groß geratene Libellen erinnern.

Hier die Wetterstation des Flugplatzes, mit ausführlichen Erläuterungen und Erklärungen zu den Messgeräten draußen. Wind aus Nordost mit etwa 6 km/h hatten wir am Sonntag Vormittag.

Man kann aber auch auf den Turm steigen und schauen, woher der Wind weht.

Auf dem Rückweg vom Museum kommt man beim Flugplatz-Biergarten vorbei …

Dort ist mehr los als im Museum. Kein Wunder! Kann man doch hier bequem bei einem Weißbier …

… den Segelfliegern beim Starten …

… und beim Landen zuschauen.

Auch Motorflieger rollen vorbei und erheben sich in die Lüfte. Allerdings nicht über die Wolken – weit und breit waren keine zu sehen 🙂

An einem anderen Tag und auf einem anderen Flugplatz …

… startet eine Tecnam P2008. Davon ein andermal mehr.


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Das Gomphoterium von Gweng

Wer nicht weiß, was ein Gomphoterium ist, der ist hier richtig! Man könnte vielleicht meinen, es handle sich um den Helden eines Fantasy-Films. Und Gweng sei so etwas wie Mordor in Mittelerde. Bis gestern vormittag hatte ich auch noch keine Ahnung. Aber dann war ich in der schönen Paläontologischen Staatssammlung in München, einem versteckten Juwel in der Richard-Wagner-Straße, direkt hinter dem vom Besucheransturm überlaufenen Lenbachhaus.

Das Gomphoterium von Gweng ist ein 12 Millionen Jahre alter Ur-Elefant, der 1971 im Steilhang des Inns bei dem kleinen Dorf Gweng östlich von Mühldorf gefunden wurde. Das war wohl eine ziemliche Sensation damals: Zwar war das Gomphoterium in seiner Zeit ziemlich weit verbreitet und es wurden schon häufig Knochen gefunden. Aber bei Gweng wurde praktisch das komplette Tier gefunden. Kein Wunder, dass es 2013 zum Fossil des Jahres gewählt wurde.

Im Ergeschoss des Museums gibt es weitere Urtierskelette zu sehen, im oberen Teil des Lichthofs schwebt der Ur-Vogel Archaeopteryx.

In diesem tollen Treppenhaus …

… trifft man den Kugelzahnfisch (Gyrodus circularis).

Man gelangt in die oberen Stockwerke …

… mit vielen weiteren schönen und gut kommentierten Fossilien, wie z.B. diesem Ammoniten.

Im obersten Stockwerk dagegen wohnen keine Urtiere sondern Mitarbeiter der LMU. Das Gebäude der Staatssammlung ist zugleich das Institutsgebäude der Paläontologen.

Vor dem Verlassen des Museums nochmal ein Blick auf das Gomphoterium, hier in Begleitung des sog. Fränkischen Lindwurms (Plateosaurus). Von Freunden kann man bei den beiden eher nicht sprechen – der Plateosaurus ist 205 Millionen Jahre alt.

Es war ein sehr vergnüglicher und lehrreicher Vormittag. Das Museum musste ich mit nur zwei anderen Besuchern teilen. Jeweils zur vollen Stunde gab es etwas Umtrieb, wenn ein Pulk Studenten aus einem Hörsaal strebte um sich in andere Hörsääle zu verteilen. Ich war überrascht und erfreut, dass so viele junge Leute heutzutage noch Paläontologie studieren – wo man doch manchmal den Eindruck gewinnt, ALLE studieren BWL oder Kommunikationsdesign.

Einen Besuch beim Gomphoterium und seinen Freunden kann ich nur empfehlen – auch wenn seine Besuchszeiten etwas arg restriktiv sind, zumindest für die berufstätige Menschheit (Mo – Do 8 – 16 Uhr, Fr 8 – 14 Uhr, erster Sonntag im Monat 10 – 16 Uhr, Eintritt immer frei).

Ein Tag, an dem ich abends auf eine Menge Gelerntes zurückschauen kann, von dessen Existenz ich am Morgen noch keine Ahnung hatte, ist für mich eh schon ein guter Tag.

Wenn dann der Nachmittag auch noch dem Plätzchenbacken gemeinsam mit Münchens bester Plätzchenbäckerin gewidmet ist, dann ist das Glück perfekt 🙂


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Manchmal München

So oft komme ich da jetzt nicht mehr hin wie früher in den Zeiten als Berufspendler. Manchmal aber schon. Und wenn man weder müde noch unter Zeitdruck ist, kann man sogar die Fußgängerzone mit ihren Menschenmassen genießen.

Man freut sich über Details, die man früher nicht gesehen hat. Zum Beispiel über den Schäffler mit seinem Fassreifen …

… und über den Turm der Frauenkirche, wie er gerade so über das Kirchendach spitzt.

Rund ums neugotische Rathaus gibts allerlei Tierisches zu entdecken …

… und der Eingang zum Ratskeller wird gut bewacht.

Oben ist das Rathaus mit Spitzen umhäkelt, das sieht auch bei grauem Himmel hübsch aus.

Dieses nette Schaufenster gehört weder zu einem Spielzeugladen noch zu einem Bonbonladen!?


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München von oben …

… ist am schönsten vom Turm des Alten Peter aus. Der Besuch meiner lieben Nichte war der Anlass, mal wieder ein bisschen Sightseeing in München zu machen. Also 300 Stufen hinauf auf den Turm des Alten Peter. Dort liegt einem die Münchner Altstadt zu Füßen.

Wenn man zur rechten Zeit kommt, z.B. kurz vor 12 Uhr, kann man außerdem das Glockenspiel im Rathaus von oben betrachten. Und muss nicht unten bei der Mariensäule stehen und das Handy gen Himmel recken 😉

Nachdem das Wetter am Sonntag ein bissl ungemütlich war, haben wir uns anschließend für einen Besuch im Stadtmuseum entschieden. Die Ausstellung „Typisch München“ beginnt mit einem Stadtmodell von 2000 und mit dem Sandner-Modell von 1570. Und gewährt uns damit einen weiteren Blick von oben auf München.

„Typisch München“ bietet einen informativen und auch sehr unterhaltsamen Überblick über die Geschichte und die Eigenheiten Münchens. Ein Highlight sind die Morisken-Tänzer von Erasmus Grasser.

Und eine wirklich coole Idee ist die Darstellung der Münchner kulinarischen Spezialitäten (aka „Schmankerl“) auf einem Sushi-Laufband.

 

Auch außerhalb des Museums kann München bunt und bestrickend sein. Man sollte hier öfter mal auf Entdeckungsreise gehen 🙂