Lotelta

Stadt, Land, Fluss, Pflanze, Tier, Beruf


6 Kommentare

Killingeholm und Lövö

Unser schwedisches Ferienhäuschen bei Mönsterås am Kalmarsund hatte drei Terrassen – bei jedem Sonnenstand konnte man irgendwo im Schatten sitzen, das war prima. Deshalb wollen wir bei der Betrachtung des „Innenlebens“ mal nicht so pingelig sein.

Wie versprochen war ein idyllischer Badeplatz nur 800 m entfernt, sogar mit Bank auf einem Inselchen.

Doch das Wasser war in diesem Hitzesommer nicht wirklich einladend … Wir haben gottseidank einige Autokilometer entfernt in Timmernabben einen guten Badeplatz gefunden: mit Steg, der über die übelste Schlonzzone hinausragte und mit Dusche für hinterher.

Für Morgen- und Abendspaziergänge war die unmittelbare Umgebung des Ferienhäuschens sehr hübsch.

Bei einem Morgenspaziergang sind wir sogar einer Kreuzotter begegnet …

… und die Rosenhecken in der Ferienhaussiedlung waren schon voller Hagebutten.

Ein paar Kilometer von unserer Bleibe entfernt liegt das Naturschutzgebiet Lövö, auf mehrere Inseln, Halbinseln und Buchten verteilt.

Der Rundweg ist mit 2.7 km angegeben, wir haben es mit Erforschen aller Eckchen auf gut 6 wunderschöne Kilometer gebracht.

Anfangs ist die Gegend noch landwirtschaftlich genutzt …

Später dann Wald bis zur Wasserkante – mit leider vollkommen vertrockneten Blaubeersträuchern. …

… und mit vielen Findlingen …

… teilweise riesengroß.

Hier lockt ein „Vadplats“ zum Ausflug auf ein vorgelagertes Inselchen. Angesichts der Glitschigkeit der mit grünen Algen bewachsenen Steine am Grund haben wir das lieber bleiben lassen.

Ein Bänkchen zum Brotzeitmachen und Aussicht-Genießen

Drüben wohnen Vierbeiner …

… die manchmal Landart-Kunstwerke hinterlassen 😉

Vielleicht die Künstlerin??


2 Kommentare

Ausgepackt!

Wenn man für vier Wochen nach Skandinavien fährt, packt man allerhand ein. Und versucht sich dabei nicht vom momentanen Wetter, in diesem Fall vom heißen Sommerwetter Mitte Juli, zum Leichtsinn verleiten zu lassen.

Nach vier Wochen im Rekordsommer in Finnland und Schweden – mit Temperaturen immer über 20 und oft bis zu 30 Grad und mehreren Tropennächten (in denen es nicht kälter wird als 20 Grad) – stellt man beim Auspacken fest, was man alles getrost hätte zuhause lassen können.

  • Regenjacken, -hosen und -capes
  • Warme Pullover und langärmelige, hochgeschlossene Hemden sowie Halstücher
  • Blue Jeans
  • etliche Paare Socken sowie etliche Unterhemden
  • Spiele, Kreuzworträtsel und Filme für Regenabende im Mökki

Zu besonderer Freude Anlass gab der Umstand, dass die Mückennetze zum Über-den-Hut-Ziehen nicht gebraucht wurden. Ein bisschen Antibrumm dann und wann war völlig auseichend, insgesamt war die Mückenplage nicht schlimmer als im letzten recht kühlen Sommerurlaub in Finnland.

Meine geliebten Wanderstiefel hab ich ein paar Mal getragen, wäre aber absolut nicht notwendig gewesen: die letztes Jahr manchmal glitschigen Wege durch den Sumpf und über Bretterstege waren dieses Jahr allesamt trocken und locker mit Sandalen bewanderbar.

Nicht mal mein Lieblingspulli kam zum Einsatz! In schweren Fällen (sprich beim Einkaufen in eisgekühlten Supermärkten) kam mal die leichte Fleecejacke zum Einsatz.

 

Im zweiten Teil des Auspackberichtes hier ein Blick auf einige der Reisemitbringsel:

  • Finnische Blaubeermarmelade und Schwedisches Knäckebrot
  • Finnische Saunaseife und Flüssigseife mit Blaubeergeruch
  • Ein schwedischer Woll-Elch als Topfuntersetzer. Das Woll-Schaf ist schon verschenkt.
  • Ein neuer (Sonnen-)Hut für den Herrn
  • Eine große Dose finnische Maustekurkkuja = Gewürzgurken für die finnische Freundin
  • Und ein kleines Glas köstliche Lakritzkugeln mit Blaubeeraroma und Schokolade – leider schon leer gefuttert 🙂

Auch wenn die Temperaturen recht oft außerhalb meiner Komfortzone lagen, war ein solcher reiner Sandalensommer in Skandinavien eine tolle Erfahrung.


4 Kommentare

Ausflug nach Öland

Auf der Heimfahrt von Finnland ist dieses Jahr noch Zeit für eine Woche Urlaub in Südschweden. In Mönsteras am Kalmarsund liegt unser Ferienhäuschen an der Meeresküste, die hier aus zahllosen Schären und Buchten besteht, meist bewachsen bis zur Wasserlinie. Und bei den diesjährigen Rekordtemperaturen leider auch darüber hinaus: die Algen blühen und das ufernahe Wasser ist an vielen Badeplätzen dunkelgrün und schlonzig.

Auf dem Programm stand sowieso ein Ausflug auf die Insel Öland. Zusätzliche Motivation liefert jetzt der Umstand, dass es dort an der Ostseite lange Sandstrände gibt. Wir haben uns also zu einem heroisch frühen Start um 9 Uhr durchgerungen 🙂 Eine knappe Stunde später sind wir an der 6 km langen Brücke über den Kalmarsund nach Öland. Wir haben Glück: einer unserer Mitreisenden war früher schon hier und kennt den Parkplatz unmittelbar vor der Auffahrt zur Brücke, von dem aus man einen schönen Blick auf die Brücke hat.

Erstes Ziel ist die Schlossruine von Borgholm. Ein tolles altes Gemäuer …

… mit schönen Blicken übers Meer nach Borgholm und zum Festland.

Inzwischen ist es Mittag, es hat schon 28 Grad und eine Pause ist fällig. Die gibt es  in Borgholm im Restaurant „Robinson Crusoe“ direkt am Wasser. Gutes Mittagsbuffet für 14 Euro – Seniorenpreis 🙂

Ansonsten ist Borgholm schnuckelig anzusehen – aber proppenvoll mit Touristen.

Also weiter in Richtung Norden. Dort wartet der „Lange Erik“ auf Besucher, aber nur von Mitte Juni bis Mitte August!

Ein wunderschöner Leuchtturm …

… mit tollem Ausblick nach 138 Stufen Aufstieg.

Der lange Erik wirft natürlich einen langen Schatten 🙂

Wieder unten angekommen gibt es im Leuchttum-Cafe …

… einen Imbiss in den schwedischen Nationalfarben.

Jetzt ist schon früher Abend. Öland ist137 km  laaaaang,  allein von der Brücke bis zur Nordspitze sind es 100 km. Unser geplanter Badestop an der Bucht von Böda an der Ostküste fällt dreiteilig aus. Wir probieren es zuerst am nördlichen Ende der Bucht. Hier geht der Kiefernwald bis zum Ufer, der Strand ist einsam, aber auch steinig und rauh.

Am Rande wächst Schönes.

Der nächste Versuch führt uns zum Hauptstrand Böda Sand. Dort empfangen einem Parkplätze mit 2000 Autos und ein Riesen-Campingplatz. Wir drehen gleich wieder um ohne einen Blick auf das Wasser geworfen zu haben.

Ein Stückchen weiter dann der Strand von Sandvik. Schöner langer Strand mit feinem gelben Sand und etwas Infrastruktur, aber nicht allzu überlaufen. Na ja, 7 Uhr abends ist auch nicht mehr so die Hauptbadezeit. Ein langer Schwumm im 24 Grad warmen Ostseewasser spült den Staub eines langen Ausflugstages ab. Es ist lange her, dass ich in so warmem Meerwasser geschwommen bin!

Abendessen bei Schwein und Lamm entfällt, irgendwann will man ja wieder auf seiner Ferienhäuschen-Terrasse ankommen und den Abend ruhig ausklingen lassen.

Fazit: Öland ist eine schöne Insel mit viel Landschaft, viel Geschichte, viel zu sehen und viel zu machen. Das reicht locker für einen mehrwöchigen Urlaub. In einem Tagesausflug kann man nur einen ganz kleinen Eindruck davon kriegen. Im Hochsommer ist es voll, das spricht sehr für eine Reise im Frühsommer oder im Herbst. Andererseits sind viele Attraktionen nur in den zwei bis drei Sommermonaten geöffnet, sehr schade! Und das Badevergnügen im warmen Meer gibts dann auch nicht. Dafür könnte man sehr schön durch die Karstlandschaft und durch die Eichenwälder wandern …

Mal sehen!