Lotelta

Stadt, Land, Fluss, Pflanze, Tier, Beruf


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Ciao, bella Sicilia!

Tschüss, alte Steine in wunderschöner Landschaft!

Tschüss, wilde Küste von Plemmirio!

Tschüss, italienischer Barock!

Tschüss, löchrige Steine!

Tschüss, griechische Theater auf Bergeshöhen (auch wenn das hier ein sogenanntes Buleuterion ist)

Tschüss, Frühstücksterasse mit Meerblick!

Tschüss, neue Bekannte!

Acker-Löwenmaul (Misopates orontium)

Krummstab (Arisarum vulgare)

Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae)

Hygieia, griechische Göttin der Gesundheit

Wir kommen wieder 🙂


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Pantalica

Die Nekropolen von Pantalica liegen im Hinterland von Syrakus. Es sind Begräbnisstätten und Behausungen, die vom 13. bis zum 8. Jahrhundert vor Christus von den Sikulern erbaut und genutzt wurden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, jeweils Teile davon auf kürzeren oder längeren Wanderungen anzuschauen. Nach einer längeren Autofahrt über das Bergdorf Ferla durch schöne und wilde Berglandschaft sind wir auf einem Riesenparkplatz gelandet – schließlich ist Pantalica seit 2005 Weltkulturerbe. Wir waren das einzige Auto. Der freundliche ältere Herr im zugehörigen Informationshäuschen hat uns eine bequeme 4 km Runde empfohlen. Diesen Rat haben wir gerne beherzigt und dabei einen neuen Gehzeitrekord aufgestellt: 4.4 km in 3:40 Stunden – es gab halt so viel zu sehen und zu fotografieren.

Los geht es  beim Anaktoron, den Ruinen eines megalithischen Palastes.

Entlang des schönen Weges in Richtung der Necropoli de Filiperto …

… gibt es – na was wohl? – viele schöne Blümchen 🙂

Herbst-Goldbecher (Sternbergia lutea)

Rote Spornblume (Centranthus ruber)

Ranken-Waldrebe (Clematis cirrhosa)

Und ein besonderes Schmankerl aus dem Tierreich: eine Gottesanbeterin beim Verzehr ihres Mittagsmahles.

Gottesanbeterin (Mantis religiosa)

Beim Sichten der Fotos habe ich festgestellt, dass ich kein einziges brauchbares Foto von den Grabhöhlen habe, obwohl von denen wirklich genügend zu sehen waren. Aber vielleicht bin ich auch mehr für Wohnhöhlen zu haben …

… die man teilweise von innen besichtigen kann. Hier ein Zimmer mit Aussicht.

Bei dieser Wanderung muss man den Rückweg zum Auto knapp 1 km auf der Straße zurücklegen. Davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen, denn erstens bietet auch dieses Wegstück tolle Aussichten und zweitens sind uns (jetzt im November) null Autos begegnet 🙂


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Noto

Die Stadt Noto wurde nach dem verheerenden Erdbeben von 1693 an anderer Stelle und „in einem Rutsch“ aus dem in der Gegend vorkommenden honigfarbenen Sandstein neu aufgebaut. Herausgekommen ist ein Barockjuwel, das selbst Leute anspricht, die es eigentlich nicht so mit Barock haben. Das liegt vielleicht daran, dass nicht nur Kirchen und Paläste sondern in der Innenstadt praktisch alle Häuser im Barockstil erbaut sind.

Unser Reiseführer schreibt, man solle Noto am besten am Spätnachmittag besuchen, weil da die honigfarbenen Fassaden besonders schön leuchten. So passte der Abstecher nach Noto bestens nach der Wanderung im Vendicari-Naturpark ins Programm.

Man betritt Noto durch die Porta Reale …

… schlendert den Corso Vittorio Emmanuele entlang und steht schon bald vor dem berühmten Dom mit leuchtender Fassade.

In den steilen Gassen …

… müssen die Cafes sich was einfallen lassen, damit die Gäste nicht mitsamt Stuhl umkippen.

Man sitzt im Cafe bei Cappucino und Eis unter den Balkonen des Palazzo Nicolaci, dessen Schnörkel aussehen wie mit einer gigantischen Sahnespritze angebracht.

Das Ende der Gasse wird von einer Kirche mit ungewöhnlicher Fassade gebildet.

Es ist halb fünf, in 20 Minuten geht die Sonne unter und der schöne Spätnachmittag ist beendet.


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Zweiter Frühling in Sizilien

Mit etwas Glück erlebt man im südlichen Mittelmeer im November einen zweiten Frühling. Es hat im Herbst schon das eine oder andere Mal geregnet und die Natur ist nicht mehr ausgedörrt sondern frisch und grün wie im Frühling.

Das Naturschutzgebiet Vendicari liegt etwa eine Autostunde südlich von Syrakus am Meer.Man kann sehr schön wandern und könnte sogar an Sandstränden baden.

Es gibt Lagunenseen mit vielen Vögeln ….

… schöne kleine Buchten …

… und von Steinmauern begrenzte Wege …

… auf denen sich Eidechsen sonnen.

Und es gibt – ganz wichtig! – viele Blumen. Gottseidank hab ich mein Bestimmungsbuch „Blumen am Mittelmeer“ mitgebracht!

Hahnenfuß – aber welcher?

Scheinkrokus (Romulea)

Opuntia ficus-indica, Subspezies Osterhase

Spritzgurke (Ecballium elaterium)

Gelber Hornmohn (Glaucium flavum)

Der Gelbe Hornmohn wächst bei der alten Tonnara (Thunfisch-Fangstation) …

… deren Ruinen fast antik wirken.

Wie in jedem richtigen Naturschutzgebiet ist allerhand verboten. Besonders gut gefallen hat uns das Verbot „fremde Tier- und Pflanzenarten einzuführen“. Unser Känguruh musste leider draußen bleiben.


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Spaziergang in Syrakus

Vom griechischen Theater …

… unter blitzblauem Föhnhimmel …

… zum römischen Amphitheater.

In der italienisch chaotischen Neustadt …

… ein Brathendl verzehrt.

Am Nachmittag durch die auf der Insel Ortigia gelegene Altstadt spaziert und ein köstliches sizilianisches Cannolo zum Cappucino gefuttert …

… den Domplatz bewundert …

… und bei Sonnenuntergang am Meer flaniert.

2500 Jahre in 5 Stunden 😉


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Plemplem in Plemmirio?

Plemmirio liegt ein paar Kilometer südlich von Syrakus an der Südostküste Siziliens. Im November ist hier keiner. Bis auf zwei starrsinnige Touristen aus dem Norden, die eisern daran festhalten, dass sich der November im tiefen Süden in etwa so anfühlen muss wie der Sommer in Deutschland 🙂

Und dann das: bei der Ankunft gestern ist es schon wolkenverhangen, in der Nacht hört man es donnern und morgens beim Aufwachen ist der Himmel bedrohlich schwarz, es gibt ein ordentliches Gewitter, im Nu ist die Terasse nass geregnet.  Von der Wettervorhersage für die nächsten Tage gar nicht zu reden … Vielleicht sind wir doch plemplem?

Aber schon kurz nach dem Frühstück ist der Himmel blitzblau, die Sonne scheint und es weht ein angenehmer Wind. Also auf zur Wanderung entlang der Karst-Steilküste!

Mit Krokussen im November …

… Und weiteren Blümchen, die inzwischen auch bestimmt werden konnten.

Meerfenchel (Crithmum maritimum)

Gemeine Myrte (Myrtus communis)

Herbst-Alraune (Mandragora autumnalis)

Na also, wer sagt’s denn!

Später noch ein Abendspaziergang zum Leuchtturm …

… zur Betrachtung des Sonnenuntergangs – leider schon kurz vor 5 Uhr nachmittags, so ist es eben im November!